Willst du Claude richtig lernen? Von Grund auf, mit Setup, Skills und echten Projekten.
Zur SKAILE Academy →Jeder Chat, den du jemals per Link geteilt hast, liegt weiterhin offen im Netz. Kein Konto nötig, kein Passwort, und von selbst läuft so ein Link auch nicht ab. Ende Juli sind darüber echte Patientendaten, interne Firmenunterlagen und Krypto-Schlüssel in der Google-Suche gelandet.
Die gute Nachricht: Du siehst in einer halben Minute selbst nach, ob du betroffen bist, und räumst in einer weiteren Minute auf. Diese Seite zeigt dir den Weg Klick für Klick, dazu eine Checkliste mit neun Punkten für alles, was danach kommt.
Erst nachsehen, was du überhaupt geteilt hast. Dann aufräumen. Dann einmal die Checkliste durchgehen, damit es nicht wieder passiert.
Vier Klicks bis zur Liste aller Chats, die du jemals per Link geteilt hast. Steht da nichts, bist du fertig.
30 SekundenJeden Link einzeln zurückziehen. Was du dabei über bereits kopierte Links wissen solltest.
1 MinuteNeun Punkte, die du vor jedem Teilen durchgehst. Zum Ausdrucken und ans Team weitergeben.
einmal lesenDarunter steht, was genau passiert ist und warum. Erst lesen, wenn du es wissen willst.
Claude führt eine Liste aller Unterhaltungen, die du jemals per Link geteilt hast. Die meisten wissen nicht, dass es diese Liste gibt.
Im Browser. In der App findest du dieselbe Einstellung, der Weg heißt dort genauso.
Das Profilbild sitzt am Rand der Oberfläche. Im englischen Interface heißt der Punkt Settings.
Im englischen Interface Privacy. Dort gibt es den Abschnitt Shared chats, auf Deutsch geteilte Chats.
Im englischen Interface heißt der Knopf Manage. Jetzt siehst du jeden geteilten Chat mit Titel, Datum und Link. Ist die Liste leer, bist du fertig und kannst direkt zur Checkliste springen. Steht dort etwas, mach mit Schritt 2 weiter.
Jeder Eintrag in der Liste ist eine Seite, die im Moment jeder öffnen kann, der den Link hat. Ohne Konto, ohne Passwort.
Neben jedem Chat steht Entteilen, im englischen Interface Unshare. Ein Klick, und der Link ist tot. Es gibt keinen Sammel-Knopf, du gehst die Liste einmal von oben nach unten durch.
Du siehst je Eintrag den Titel. Wenn du nicht mehr weißt, was in einer Unterhaltung stand, öffne sie einmal, bevor du sie zurückziehst. Danach ist der Link weg, und du kannst nicht mehr nachvollziehen, was dort öffentlich stand.
Der Link funktioniert danach nicht mehr. Was aber schon passiert ist, macht das nicht rückgängig: Wer die Seite vorher geöffnet, kopiert oder gespeichert hat, hat den Inhalt weiterhin. Auch Archivdienste können Kopien angelegt haben. Zurückziehen stoppt die Zukunft, nicht die Vergangenheit.
Wenn in einem geteilten Chat echte Zugangsdaten standen, also Passwörter, API-Schlüssel, Wallet-Schlüssel oder Wiederherstellungs-Phrasen: Zurückziehen reicht nicht. Diese Zugangsdaten musst du als kompromittiert behandeln und ersetzen. Bei personenbezogenen Daten von Kunden oder Mitarbeitern sprich mit dem, der bei euch Datenschutz macht, es kann eine Meldepflicht bestehen.
Neun Punkte. Die ersten fünf gehen jeden an, die letzten vier vor allem dich, wenn du Claude im Unternehmen einsetzt.
Ein geteilter Link ist kein Zugang für eine bestimmte Person, sondern eine öffentliche Seite. Jeder, der den Link bekommt, sieht den kompletten Verlauf bis zum Zeitpunkt des Teilens. Kein Konto nötig, kein Passwort, keine Nachfrage. Weitergeleitet in einem Gruppenchat, in einem Ticket oder in einer Mail, und der Kreis der Mitleser ist nicht mehr deiner.
Es gibt kein Ablaufdatum und keine Möglichkeit, einen Link zeitlich zu begrenzen oder mit einem Passwort zu schützen. Er bleibt aktiv, bis du ihn aktiv zurückziehst. Ein Link, den du vor zwei Jahren für einen Kollegen erzeugt hast, ist heute noch offen, wenn du ihn nicht widerrufen hast.
Nach aktuellem Kenntnisstand. Anthropic dokumentiert kein Ablaufdatum, nennt aber auch nirgends ausdrücklich eine Garantie auf unbegrenzte Laufzeit.
Geteilt wird der Stand zum Zeitpunkt des Teilens. Was du danach in derselben Unterhaltung schreibst, ist nicht automatisch mit drin. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Wer erneut teilt, schiebt den Schnappschuss nach vorn, inklusive allem, was seitdem dazugekommen ist. Vor einem zweiten Teilen also noch einmal von oben durchlesen.
Vor dem Teilen einmal von oben durchsehen und suchen nach:
Der Trick für den Alltag: nicht die fertige Unterhaltung säubern, sondern für alles, was geteilt werden soll, von vornherein einen eigenen Chat aufmachen und dort mit anonymisierten Daten arbeiten. Kunde A, Kunde B, Beispielzahlen. Aufräumen im Nachhinein vergisst man, ein sauberer Start nicht.
In den meisten Fällen willst du gar nicht die ganze Unterhaltung zeigen, sondern eine Antwort. Dann kopier den Text oder mach ein Bildschirmfoto und schick das. Kein Link, keine öffentliche Seite, keine Liste, die du in zwei Jahren aufräumen musst. Teilen per Link lohnt sich nur, wenn wirklich der komplette Gesprächsverlauf gebraucht wird.
Die Liste geteilter Chats ist pro Konto. Du siehst als Verantwortlicher nicht, was deine Leute geteilt haben. Der einzige Weg ist, dass jeder einmal selbst nachsieht. Schick dazu Schritt 1 dieser Seite herum, das ist in einer Minute erledigt und braucht keine Schulung.
Es braucht keine Richtlinie über zwölf Seiten. Zwei Sätze in eurer bestehenden IT-Regelung genügen:
KI-Chats werden nicht per öffentlichem Link geteilt. Wer einen Verlauf weitergeben muss, kopiert den benötigten Text oder macht ein Bildschirmfoto. Ausnahmen genehmigt [ZUSTÄNDIGE PERSON].
Wenn du sowieso schon unter Einstellungen und Datenschutz bist: Bei kostenlosen Konten sowie bei Pro und Max ist die Nutzung deiner Inhalte fürs Modelltraining voreingestellt an, du musst aktiv abwählen. Der Schalter heißt "Help Improve Claude". Bei Team und Enterprise ist Training standardmäßig aus. Das ist ein anderes Thema als geteilte Links, aber derselbe Weg und einmal geklickt.
Geteilte Links sammeln sich unbemerkt an, weil man sie im Moment des Teilens für eine Kleinigkeit hält. Setz dir einen wiederkehrenden Termin, einmal im Quartal, mit dem Weg aus Schritt 1 als Notiz. Zwei Minuten, und du weißt, dass nichts Altes offen herumliegt.
Kurz, mit Quellen, und ohne die Übertreibungen, die gerade durch die Timelines gehen.
Am Samstag, dem 25. Juli 2026, fiel einem Reddit-Nutzer auf, dass geteilte Claude-Unterhaltungen über die Google-Suche auffindbar waren. Am Montag, dem 27. Juli, berichteten 404 Media, TechCrunch, Fortune und WIRED darüber. Anthropic äußerte sich über eine Sprecherin gegenüber TechCrunch.
Belegt gefunden wurden unter anderem ein detaillierter medizinischer Bericht einer echten Person, Ergebnisse klinischer Studien mit Patientennamen, Dokumente mit Namen und Telefonnummern von Grundschulkindern, als intern gekennzeichnete Firmendokumente, Mitarbeiterbewertungen mit personenbezogenen Angaben sowie Krypto-Wallet-Schlüssel.
Zur Zahl: Es gibt keine offizielle Angabe von Anthropic oder Google. TechCrunch spricht von einer "unbekannten Zahl", 9to5mac nennt über 200 sichtbare Unterhaltungen. Bei einem kleineren, ähnlichen Vorfall im Jahr davor waren es knapp 600. Wer dir eine exakte Zahl nennt, hat sie nicht von Anthropic.
Was du woanders lesen wirst und was nicht belegt ist: Die vielfach geteilten Beispiele von Lebensläufen mit Telefonnummern, API-Schlüsseln und Notizen eines Anwalts zu einem laufenden Fall stammen aus einem viralen Beitrag auf X und tauchen in der Berichterstattung der großen Redaktionen nicht auf. Thematisch passt es ins Bild, belegt ist es nicht.
Auf claude.ai steht seit Längerem eine Anweisung an Suchmaschinen, die geteilten Seiten
nicht abzurufen (Disallow: /share/*
in der robots.txt). Diese Anweisung stand dort nachweislich schon vor dem Vorfall.
Der Haken: Eine solche Anweisung verhindert nur das Abrufen, nicht das Auflisten. Wenn jemand einen geteilten Link irgendwo öffentlich postet, in einem Forum, auf Social Media, in einem Blog, kann Google diese Adresse in den Index aufnehmen, ohne die Seite selbst je geöffnet zu haben. Claude.ai schickte zwar zusätzlich ein Signal mit, die Seite nicht aufzunehmen. Dieses Signal steht aber in der Seite, und lesen darf der Suchmaschine sie ja gerade nicht. Zwei Schutzmaßnahmen, die sich gegenseitig ausgehebelt haben.
Deshalb ist die Sache für dich auch nicht mit "Google hat es jetzt entfernt" erledigt. Das Grundproblem bleibt: Ein geteilter Link ist und bleibt öffentlich, sobald ihn jemand weitergibt. Suchmaschinen sind nur einer von vielen Wegen, auf denen er sich verbreitet.
Anthropic verweist darauf, dass man Nutzern die Kontrolle über das Teilen gebe, keine Verzeichnisse geteilter Chats an Suchmaschinen weitergebe und die Links nicht erratbar seien. Wer eine Unterhaltung teile, mache diesen Inhalt öffentlich zugänglich, und wie andere öffentliche Inhalte könne er von Dritten archiviert werden.
Übersetzt heißt das: Die Verantwortung liegt bei dir. Die Sichtbarkeit in der Google-Suche wurde inzwischen behoben, die Funktion selbst gibt es weiterhin unverändert. Anders als bei einem vergleichbaren Fall bei einem Wettbewerber im Jahr davor wurde das Teilen nicht abgeschaltet. Genau deshalb ist die Checkliste oben der eigentliche Punkt, nicht die Schlagzeile.
In der SKAILE Community lernst du Claude Code von Grund auf: das richtige Setup, die besten Skills und Plugins, echte Projekte statt nur chatten. Genau für Leute, die gerade anfangen und es richtig machen wollen.
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